Höhere Empfindlichkeit - Beste Trennleistung - Kürzere Analysenzeit - Was bietet die aktuelle GC und GC/MS Technologie?
Dr. Robert Stoop, Brechbühler AG
there is still a lot of development and new techniques in the field of GC and GC/MS. An overview of the latest developments and improvements will cover all important elements from the injectors to the columns and last but not least to the detectors (mainly MS)
Large volume injection (LVI) is now available for all injectors (Cold on Column, PTV, and Splitless). LVI Injection is a very powerful technique to reduce sample preparation time and to better integrate the whole solvent evaporation step into the chromatography which is far more accurate than manual evaporation steps. On the other hand, LVI can improve sensitivity drastically by a factor of 100 xs or more.
The Impact of Fast and Ultra-Fast Chromatography on productivity and on analysis time will be shown with real live applications in the environmental field (H53 method) and food and flavour analysis.
A well known technique, GCxGC is now commercially available and the advantage of this powerful technique will be presented. Apart from increasing the peak capacity by a factor of 10 or more it also offers a much more descriptive picture when using complex mixtures as peaks are typically ordered by boiling point and by polarity
Problematik der Canabisanalyse
Franz Dussy, Institut für Rechtsmedizin, Forensische Chemie & Toxikologie, Basel
Wie in den meisten europäischen Ländern wird auch in der Schweiz Hanfkraut aufgrund seines THC-Gehaltes in zwei Kategorien unterschieden. Beträgt der THC-Gehalt mehr als 0.3 % des Trockengewichtes der Pflanze, so fällt das Kraut in die Kategorie Betäubungsmittelhanf und untersteht dem Betäubungsmittelgesetz. Bei kleineren THC-Gehalten spricht man von Faserhanf, welcher von der strafrechtlichen Seite unproblematisch ist.
Die Laboratorien, welche den THC-Gehalt bestimmen, müssen bei der Quantifizierung berücksichtigen, dass eigentlich der Gesamt-THC-Gehalt gemeint ist, welcher sich aus dem frei vorliegenden THC und seinen Vorläuferverbindungen, hauptsächlich der THC-Säure-A (THCA-A), zusammensetzt. Diese Summenbildung bei der Quantifizierung resultiert aus dem Fakt, dass sich bei missbräuchlicher Verwendung (Rauchen etc.) THCA-A in THC umwandelt.
Für die Laboratorien war es bislang nicht einfach, ihre Analysenverfahren zu optimieren, geschweige denn zu validieren, da es THCA-A erst seit kurzem auf dem Markt zu kaufen gibt. Im IRM Basel wurde ein Verfahren entwickelt, in dem THCA-A mit einfachen Mitteln in relativ grossen Mengen aus Hanf isoliert werden kann [Dussy et al., Forensic Science International, in press 2004]. Mit dieser Referenzsubstanz konnte die Reaktionsausbeute (THCA-A ‡ THC) experimentell bestimmt werden, und zwar unter analytischen Bedingungen wie auch in simulierten Rauchversuchen.
Besonderes Augenmerk verdient der Injektor des GC-Systems bei der Optimierung des Analysenverfahrens. Ein mit Glasswatte gestopfter Liner lieferte bei 220 °C mit knapp 70 % die höchste Umsetzungsrate. Alternativ zum GC-Verfahren kann auch mittels HPLC nach vorheriger thermischer Decarboxylierung quantifiziert werden. Auch bei dieser Analysenmethode gibt es Reaktionsparameter, welche optimiert werden müssen. Den höchsten Umsatz von wiederum etwa 70 % erreicht man bei 150 °C bei einer Reaktionsdauer von 15 min. Zu langes Heizen bzw. zu hohe Temperaturen führen zu einer Oxidation des THC und man detektiert Dihydrocannabinol und Cannabinol.
Eine Überprüfung dieser Resultate mit verschiedenen Hanfprodukten zeigte eine gute Übereinstimmung der in der GC-Analyse gefundenen Werte mit den aus der HPLC-Analyse ohne vorhergehende Decarboxylierung erwarteten Werten für Hanfprodukte mit tiefen THC-Gehalten. Je höher der THC-Gehalt, desto mehr weicht der in der GC ermittelte Gesamt-THC-Gehalt vom Erwartungswert ab: Die Decarboxylierung verläuft mit einem höheren Umsatz als erwartet und erreicht bis zu 90 %. Zur Erklärung dieses Phänomens sind weitere Untersuchungen notwendig.
Die in der GC bzw. in der HPLC nach vorhergehender Decarboxylierung ermittelten Gesamt-THC-Werte geben immer ein zu tiefes Resultat, so dass der in der Jurisprudenz gültige Grundsatz „in dubio pro reo“ Rechnung getragen wird.
Mit THC und THCA-A versetzte Zigaretten wurden Rauchversuchen unterworfen, um die vom Raucher maximal aufnehmbare THC-Menge zu bestimmen. Unabhängig davon, ob die Zigarette mit THC oder THCA-A versetzt wurde, beträgt die aufgefangene THC-Menge etwa 30 % der zugesetzten Substanz.
MicroLC-MS/MS zur Quantifizierung von kleinen Molekülen in biologischen Proben. Praktische Aspekte und Erfahrungen
Christian Beerli, Novartis Institutes of BioMedical Research Basel, Transplantation Research,
Novartis Pharma AG, Basel
LC-MS/MS ist eine selektive und sensitive Methode für die Detektion und Quantifizierung von Wirkstoffen im pg-Bereich in biologischen Flüssigkeiten. Durch Einsatz der µLC kann die Sensitivität und Selektivität der MS-Detektion weiter gesteigert werden. Anwendungen und Beispiele aus der täglichen analytischen Arbeit werden diskutiert.
Im Besonderen werden die technischen Möglichkeiten zur Erzeugung von Mikroflüssen in Kombination mit Säulenschaltungen diskutiert.
Das Hauptaugenmerk gilt dabei den praktischen Aspekten wie Reproduzierbarkeit, Sensitivität und Selektivität sowie dem Einfluss auf die technisch bedingten Phänomene wie z.B. die Ionensuppression oder die Verschleppung.
Neue Entwicklungen in der Umweltanalytik
Andreas Floderer, SGE (Deutschland) GmbH
Im Bereich der Analytik der POP’s (Persistent Organic Pollutants) ist die Auftrennung bei den PCB’s und den polychlorierten Dioxinen & Furanen in die einzelnen Isomere immer noch ziemlich schwierig. SGE hat in Zusammenarbeit mit japanischen Forschern die vorhandenen Kapillaren weiterentwickelt und damit die Trennleistung verbessert. Beim Einsatz der HT8-PCB kann auf eine aufwändige 2D-Analytik verzichtet werden. Auch die BPX-DXN ermöglicht eine so weitgehende Auftrennung, dass zumindest in der Routine auf die parallele Analytik mit einer stark polaren Phase verzichtet werden kann. |